Samstag, 31. Dezember 2011

Silvester

Wie ich Silvester wohl feiere, wurde ich den letzten Tagen immer wieder gefragt.
Tja, die Antwort wird vielleicht manch einen erschrecken. Also zunächst feiere ich Silvester IMMER mit meinen Kindern. Zumindest mit dem Teil der Kinderschaft, der noch nicht nachts alleine auf die Straße darf. In diesem Jahr habe ich Glück: es sind zwei meiner Kinder dabei;-)

IMMER mit guten Freunden und am liebsten mit meiner lieben Katisis.

Ein typischer Silvestertag sieht bei mir so aus: Schlafen bis in die Puppen, laaangsam wach werden und Frühstücken. Dann mal schauen, ob ich auch wirklich alles im Hause habe um die Kochorgie zu starten. Bei uns bringt jeder etwas mit. Traditionell nasche ich soviel und probiere und probiere, bis ich vollgestopft, bis oben hin bin und am Abend nichts mehr nehmen kann, es aber es natürlich trotzdem tue.

Wenn die Kochorgie beendet ist, dann steht mein tradioneller Silvesterspaziergang an, den ich heute gedanklich auf dem Sofa verbringe. Zu viel Regen.

Irgendwann wird es Zeit für Haare und Make-Up und natürlich das rote Untendrunter nicht vergessen. Wer will im nächsten Jahr schon schlechten Sex?

Angekommen bei der Party gibts dann erstmal Kaffee aus der nagelneuen Espressomaschine von Kerstin, dann die Deko bestaunen und das Essen aufbauen. Schon mal an der Bowle naschen und dann essen.

Nach dem Essen steht tradionelles Kaffeesatzlesen an.

Man kocht feingemahlenen, türkischen Mokka mit Zucker auf und gießt ihn dann in kleine Mokkatässchen. Trinkt ihn runter, bis nur noch Satz drin ist. Dann nochmal setzen lassen, dann abtrinken bis die Zähne schwarz sind. Dann ist er gut. Das Mokkatässchen stürzen (auf den Unterteller) und ein halbes Stündchen warten.

Dann versuche ich Figuren im Kaffeesatz zu finden. Mal geht es besser mal weniger gut. Kommt auch auf die Bowle an.

Später ziehen wir noch eine Tarotkarte fürs neue Jahr und dann ists meistens auch schon soweit. Wir stehen alle auf und zählen mit der ZDF-Uhr runter und dann PUFF ist es da...das neue Jahr.

Immer wieder überraschend. Erst mal allen ein frohes Neues wünschen.

Bei manchen länger bleiben und heulen. Wegen derer die wir gemeinsam vermissen.

Dann gehts nach unten oder ans Fenster, das Feuerwerk bestaunen. Ich mache nur Wunderkerzen an und mein Mann feuert für jedes Familienmitglied eine Rakete ab. Das wars. Wir gehen rein, schneiden die Neujahrsbrezeln an lachen und tanzen.

Irgendwann möchte ich Silvester auf der Achterbahn erleben. Das hat für mich die größte Symbolik.

Freute man sich grade noch an der schönen Aussicht, geht es auch schon rasant bergab und in der nächsten Kurve, die einen schräg legt gehts steil bergauf.

So ist wohl das Leben :-)

Ich wünsche Euch allen einen tollen Abend, eine zauberhafte Silvesternacht und ein großartiges 2012.

Bis zum nächsten Jahr

Eure

Michaela Röder


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