Freitag, 5. Oktober 2012

Retro aus dem Jahr 2007 Ja, wir haben es getan (Hochzeit)

Huhu Ihr Lieben, heute zu meinem 5. Hochzeitstag habe ich Euch mal was ausgegraben. Ich habe damals die gesamten Hochzeitsvorbereitungen und natürlich den Hochzeiitsbericht gebloggt. Nach 4 erfolglosen Versuchen ( Sieh mein Buch: Ja, ich will), war das natürlich eine Sensation :-) Am Ende des Berichts findet Ihr den Link, zum ganzen Blog.

Ja, wir haben es getan.
Nach sieben endlosen Jahren der eingehenden Prüfung haben wir es tatsächlich getan.
Wir haben am 5.10. 2007 geheiratet.
Und es war einfach toll.
Für alle, die keine Lust haben den ganzen, wundervoll romantischen, Bericht zu lesen, war das also der Kurzbericht.

Unser Tag begann morgens um 6 Uhr, entgegen aller Ratschläge, haben wir die Nacht zusammen verbracht, wie fast jede Nacht in den letzten sieben Jahren.
Wir standen mit nackten Füssen Hand in Hand in unserer dunklen Küche, wie zwei Kinder die überzeugt sind, das sie gleich den Weihnachtsmann sehen würden, schauten einen unsagbar hellen Stern an und befanden einstimmig, das dies unser Hochzeitsstern sein müsse und es wohl schönes Wetter geben würde.

Irgendwie schafften wir es ein ziemlich ekliges Frühstück, so mit Käse und Ketchup und so runterzuwürgen und dann kam auch schon meine Hairstylistin und mein Zukünftiger verschwand zu meinen Eltern.
Ich weiß nicht mehr viel vom Haare machen außer, das es mir andauernd schlecht wurde und ich immer überlegte ob ich das Ketchup-Käse-Gemisch jetzt rauswürge oder es Zeit wird den Alkohol zu öffnen. Ich entschied mich für letzteres.
Meine Mutter versorgte mich mit den neuesten Neuigkeiten von meinem Bräutigam, dem es nicht viel besser erging als mir.

Irgendwie war ich irgendwann fertig und dann brachte mein Vater mich heraus, wo dann mein unheimlich gut aussehender zukünftiger Ehemann an unserem pinken Brautauto auf mich wartet. Um uns versammelt stand die Hochzeitgesellschaft und alle applaudierten und wir sangen Happy Birthday für den Mann, den ich in nicht mal einer Stunde heiraten wollte.
Man verfrachtete mich ins Brautauto, ein pinker Panda, der allerdings des Beifahrersitzes beraubt wurde, damit ich mit meinem großen Kleid auch hineinpasse.
Mann, war das ein tolles Gefühl wie er mich so zum Standesamt fuhr, das Wetter war einfach toll, ein wundervoller Herbsttag und die Leute winkten uns und uns fiel ein, das wir unsere Ausweise vergessen hatten.
Also, auf halben Wege wieder zurückbrausen, vorbei an der verdutzen Hochzeitsgesellschaft.
Wir haben es aber noch pünktlich zum Hochzeitstermin geschafft, da die Gesellschaft vor uns überzogen hatte.
Unser Sänger traf ein und es konnte losgehen.
Gleich als er das erste (You Raise me up) von drei Liedern anstimmte, hätte ich beinahe losgeheult, aber bis ich mein Taschentuch herausgewühlt hatte, was mein Anflug der Rührung auch schon vorbei.

Die Standesbeamtin sprach sehr schöne Worte, sie ging sehr auf uns als Familie und auch auf unsere drei Kinder ein.
Zur Unterschrift durften auch unsere Kinder, die wir auch zur Trauung neben uns gesetzt hatten, mit nach Vorne kommen.

Dabei wurden wir von "Angels" von Robbie Williams begleitet.
Ich weiß, es ist nicht das typische Hochzeitslied aber es erinnerte uns an die Menschen, die an diesem Tag nicht mehr bei uns sein konnten und deshalb haben wir es uns gewünscht.
Bei den Schlussworten der Standesbeamtin, hatte ich kurz Zeit die Augen zu schließen, und in mich zu gehen und ich wusste es ist das Richtigste dieser Welt was wir da tun und just in diesem Moment griff mein MANN meine Hand.
Zur Gratulation wurde unser drittes Lied gesungen: "Ich geh in Flammen auf" von Rosenstolz.
Da war es dann um mich geschehen und mir kullerten die Tränen herunter, auch weil ich sah wie mein mittlerer Sohn (13) vor Freude weinte.
Nach der Trauung dann die zweite Panne, mein Mann hatte vergessen das Geld für den Sänger mitzunehmen und so stand ich fast zehn Minuten alleine im Flur herum. Bis man uns schließlich aus dem Standesamt heraus schob und ich alleine die Treppe heruntergehen musste.
Die Situation mit den Blumenkindern stellten wir also noch einmal nach.
Im Convoy, laut hupend und mit viel Dosengeklapper ging es in unserem Brautmobil zum Restaurant, wo auf dem Parkplatz ein echter Bankräuber meiner Schwester vors Auto lief und sie ihn fast überfuhr.

Kein Scherz, die Bank neben dem Restaurant wurde wirklich überfallen.
Ich frage mich bis heute, was das für ein Zeichen für unsere Ehe sein soll?
Am Nachmittag hatten wir nach der traumhaften Hochzeitstorte (ich hatte die Hand oben) noch ein traumhaftes Fotoshooting in unserem Lieblingspark und Abends eine traumhafte Feier bei der leider der Hochzeitstanz, aufgrund des Umfangs meines Kleides um die Hälfte der Figuren gekürzt werden musste. Trotzdem war es eine wundervolle Feier mit viel Seele, wie wir es uns gewünscht hatten.
Die letzte Panne, wenn die überhaupt noch dazu zählt, passierte in der Nacht.
Wir hatten die Tortenfigur mit nach Hause genommen und im Kofferraum ist das Ding umgekippt und die Braut hat den Kopf verloren…
Ich glaube das bedeutet, dass ich Kopflos bin vor lauter Liebe.
Als wir im Bett lagen sahen wir im Nachthimmel noch einmal unseren super hellen Stern, der seitdem verschwunden ist. War wohl wirklich der Hochzeitsstern.

Ein bißchen traurig sind wir ja schon, das nun alles vorbei ist aber vielleicht heiraten wir ja noch mal kirchlich und dann ohne Pannen :-)
Liebe Grüsse
Michaela Röder
www.michaela-roeder.de

Der Originallink zum ganzen Hochzeitsblog: http://classic.uboot.com/chakalaka/blog/94.436.245
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