Donnerstag, 21. November 2013

Clubbing im Stil 40er oder: and we danced

Hallo ihr Lieben,

War ich in der letzten Woche noch zwischen Gehen oder Bleiben, bin ich in dieser Woche auch noch zwischen Tag und Nacht.

Ausschlag gab vor einigen Wochen ein neugewonnener Freund mit Namen Bill (ausgerechnet Bill ), den ich, na wo schon…in Berlin getroffen habe. Er meinte, nach einem späten Abendessen, was denn nun mit Clubbing wäre… Clubbing?
Was soll das bitte sein?


Ja, tanzen und so.
Ahhhh Disco. Jajaja gerne. 

Also gingen wir in den Club, die halbe Nacht. Dann musste ich ins Bett.
Natürlich bin ich in den letzen Jahren öfter Tanzen gegangen auf Partys oder auch in Clubs, die früher Discos hießen, aber zwischen in den Club gehen und Clubbing, gibt es einen gravierenden Unterschied.
Es ist etwa so wie: Fußball schauen und Fußball spielen.
                                                                                                 

In den Club gehen bedeutet: du hast die Kontrolle aber seit dieser Nacht in Berlin ist es für mich auch endlich Clubbing. Ohne Kontrolle.
Nun bin ich infiziert, elektrisiert. Ich weiß, ich bin nicht mehr taufrisch aber es hat mich aufgesaugt, angesteckt und ich kann nicht mehr anders.

Clubbing, das ist wie: Sich am Leben betrinken. Sich in die Musik fallen lassen, hingeben,  feiern, tanzen, schweben und mit den Anderen schweigend bei 100 Dezibel, im Kreis fliegen.
Ich liebe dieses Gefühl in diese andere Welt einzutauchen und entrückt zu sein aus meinem normalen Leben. Niemand fragt, wer du bist, wie alt du bis,t was du kannst und wie viel du verdienst. Du bist einfach Du auf der Welt, die Tanzfläche heißt.

Also früher hieß es so. Wie es heute heißt weiß ich nicht.

Ich weiß nur, dass man früher ganz schön angestrengt war beim abzappeln (wie wir es nannten), weil die anderen doof geguckt haben.

Das habe ich so nicht mehr erlebt. In keinem Club.

Clubber sind  wirklich was anderes als Discogänger.
Sie sind die erwachsengewordenen Discotheker und sie haben ein neue Generation großgezogen von völlig großartigen Clubbern die einfach nur tanzen, feiern und sich fallen lassen. Nicht glotzen und lästern.
Egal ob alt oder jung.

Der Unterschied zu früher, neben dem, dass der DJ selten einen Schnauzer trägt, ist nur der, dass ich geschlagene 48 Stunden brauche um mich zu erholen von der durchtanzten Nacht und das obwohl ich in Clubs keinen Alkohol trinke. Das war mit 20 anders. Da hat mir ein so eine Nacht nichts ausgemacht.
Nach zehn durchtanzten Nächten  steigere ich mich. Inzwischen schaffe ich eine  Freitagnacht, eine Samstagnacht und danach einen ganzen Sonntag auf der Messe.

Der erwachsene Nachtmensch in mir liebt das neue Nachtgefühl beim Clubbing. Ich fühle mich jung, frei und kann mich verausgaben.
Also gleich nachdem ich mich verstohlen umgesehen habe, ob meine erwachsenen Söhne sich auch ja nicht im selben Club aufhalten. Soviel Zeit muss sein.
So erwachsen bin ich dann doch noch nicht, als das ich dass verstohlene Grinsen über Muttis Tanzkünste beim sonntäglichen Mittagessen schon ertragen könnte.
Da bin ich noch ein wenig schüchtern.


Meine Lieblingsclubs sind derzeit:

The Pearl in Berlin (www.thepearl-berlin.de)

Baliha Danceclub in Essen (www.baliha.de)

Diamonds Club in Köln (www.club-diamonds.de)

Und jaaa: Das Nachtcafé Wunderbar in Neuss. Gute Laune garantiert! (www.nachtcafe-neuss)


Eine ganz wichtige Person darf nicht fehlen. Meine Schwester.
Sie geht schon mit, seit die Clubs noch Disco hießen.

Bis zur nächsten Woche

Eure

Michaela Röder
(Buchautorin, Beziehungscoach, 39, mit extremen Hang zur kreisenden Hüfte und einer nicht enden wollenden Lust auf Partys)

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