Dienstag, 5. November 2013

Wenn ein Mann sagt,er macht das...

… muss man ihn nicht jedes halbe Jahr daran erinnern …

Manche Männer trauen sich nicht, dies auszusprechen aber ich wage zu behaupten: Gedacht haben sie es alle schon und sogar D U R C H G E Z O G E N.

Kaputte Glühbirnen, niemals angebrachte Leisten, kleine Baustellen im Haus. Kleine aber feine Aufreger, die Frauen zur Weißglut treiben.

So erging es mir. 




Ja, richtig gelesen. Ich, die Königin der Frauenwaffen, schaffte es seit fast 2 Jahren nicht, meinen Mann dazu zu bewegen, besagte Baustellen anzugehen.

Was machen, wenn ma(n) nicht macht? Zetern und meckern ist erstens am wenigsten wirksam und zweitens schlecht fürs weibliche Image.

Denke nach Michaela, was würdest du deinen Klienten raten? Was hast du in deinem eigenen Buch dazu geschrieben?

Schnell nachgeblättert. Ach ja …

Reden ist Silber - Handeln Gold. Nachdenken war angesagt … wie sollte ich HANDELN nun umsetzen?


….

Ich mit meinen Regeln, an die ich mich dann als gute Frauenwaffenautorin, auch halten muss.

Natürlich hätte ich am liebsten hier einen riesen Ärger gemacht. So mit anschreien, Streik, Sexentzug und so aber ich weißt, dass es alles nichts bringt und nur die Beziehung stresst.

Also, eine fantasievolle und zugleich einschlagende, pädagogisch wertvolle, kreative Lösung musste her.

Aber welche, aber welche?

Gern genommen und auch gleich ausprobiert. Der erste Versuch, mit aufgeschlagenem Telefonbuch: „Ich werde mir jemanden suchen, der es für dich erledigt, du hast ja auch viel Besseres zu tun.“

Er stutzt kurz, ein zufriedener Schmunzler und: keine Reaktion. So nach dem Motto: „Wo sie recht, lass sie mal machen.“

Hmmmm.

Der zweite Versuch: „Schatzi, der gut aussehende neue Nachbar ist Handwerker, ich werde ihn mal Fragen, ob er die Kleinigkeiten günstig erledigen kann.“

Er sagt, er fände ihn nicht gut aussehend. Sonst keine Reaktion. Ach Manno.

Eventuell, ist er zulange mit mir zusammen und hat zu viele Manuskripte gegengelesen?

Ich musste noch fantasievoller werden.

Die Lösung finde ich eines Tages in meinen E-Mails. Gesendet von einer Agentur, die mich seit dem ersten Buch in ihrer Liste hat.

Liebe Frau Röder,
Haben sie unerledigte kleine Baustellen im Haus? (Ich nicke eifrig und lese den Satz ungläubig noch mal. Woher wussten die das?)
 Haben sie einen Mann, der keine Zeit findet, sich darum zu kümmern oder sich einfach drückt? (JA, so ist es! Woher wissen die das?)
Dann würde unser TV-Handwerker Mick Wewers ihnen gerne helfen. (Nur zu Herr Wewers, kommen sie näher, kommen sie ran. Nur hereinspaziert.)
Da war sie doch meine kreative Lösung, und da das Kamerateam meinen Mann zudem noch in einer Art Schocktherapie auf dem Heimweg von der Arbeit überraschte, war der pädagogische Erfolg nicht von der Hand zu weisen.

Na das hat doch mal prima geklappt. Nicht gezetert, die Baustellen sind gemacht und ich glaube, wenn ich das nächste Mal sage: „Schatzi, ich schaue mal ob ich nicht, wen finde, der das erledigen kann.“  Schaut er mal, ob er nicht doch die Zeit findet.

Es muss ja nicht immer gleich ein Kamerateam sein. Manchmal reicht wirklich der gut aussehende Nachbar.

Klar ist das für das männliche Ego ein bisschen Kitzel aber naja, da müssen die Herren durch.

Kitzel, Nervenkitzel hatte ich im Übrigen auch. Ich verstehe euch nun wieder so  gut, wenn ich euch fantasievolle, kreative Lösungen vorschlage und ihr sagt: „Das kann ich doch nicht machen, da wird er sauer.“

Genauso erging es mir kurz vor der Überraschung aber dann, dachte ich an das, was ich Euch immer sage: „Entweder du änderst was oder es ändert sich nichts.“

Das Ergebnis und ob mein Mann wirklich sauer war und ob wir noch verheiratet sind?

Hier könnt ihr Euch den Spaß ansehen:



In diesem Sinne: Reden ist Silber und Handeln ist Gold.

Eure

Michaela Röder



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